Philippinen
  Bohol

ist mit knapp 4200 km² die zehnt größte Insel der Philippinen und wird zu den Zentralvisayas gerechnet; sie liegt zwischen ihren beiden größeren Nachbarn Cebu (im Westen) und Leyte (im Nordosten). Bohol liegt ca. 80 Km südlich von Cebu City und ca. 800 Km südlich von Manila (Luftlinie).
Bohol besitzt eine in der Visayas-Gruppe einzigartige Topographie:


Die so genannten "Chocolate Hills", einem geologischen Kuriosum aus einer Vielzahl gleichmäßig geformter, über eine weite Ebene verstreuter Hügel. Im Zentrum der Insel, nahe der Ortschaft Carmen, liegen die Chocolate Hills - eine Naturschönheit und Hauptanziehungspunkt für die meisten Bohol-Touristen.

Auf einem weiten, den Meeresspiegel um etwa 500 m überragenden Plateau erheben sich 1248  gleichförmige, durchschnittlich 30-40 m hohe Hügel, deren Bewuchs aus Cogongras und niedrigem Buschwerk sich gegen Ende der Trockenzeit zu einem Schokoladenbraun verfärbt, das ihnen  ihren Namen einbrachte. Über die Entstehungsgeschichte dieses geologischen Phänomens gibt es bislang nur Vermutungen, aber keine schlüssigen Beweise. Einige Wissenschaftler nehmen an, daß die Hügel durch vertikale Erdbewegungen entstanden sind, andere interpretieren sie als eine spezielle Erosionsform von mit wasser- undurchlässigem Schieferton durchsetzten Kalk- und Sandsteinformationen.
Viel einleuchtender erklären die Boholanos diese einzigartige Naturerscheinung: Der Riese Arogo hatte sich leidenschaftlich in Aluya, die Tochter eines Eingeborenenhäuptlings, verliebt; ihr tragischer Tod brach ihm das Herz, und er weinte bitterlich, sein fielen auf den Boden...

Von den ca. 1 Million Inselbewohner leben 85% in ländlichen Gegenden. Ökonomisch dominiert der Agarsektor; Bohol ist eines der größten Kokosnussanbaugebiete der Philippinen. Das regionale Kunsthandwerk produziert vor allem Flecht- und Korbwaren sowie Rattanmöbel.
Bohol kennt keine ausgeprägte Regen- bzw. Trockenperiode.


 

 

 
 
 
 
 
 
 

Zurück